Agenturausschreibung und Briefing

Agenturausschreibung und Briefing: Die 4 wichtigsten Erfolgsfaktoren, die 4 häufigsten Fehler

Eine sorgfältig verfasste Ausschreibung beziehungsweise ein exaktes Agenturbriefing gelten zu Recht als zentraler Schlüssel für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Kunde und Agentur. Sie bilden die Basis für den gemeinsamen Erfolg – oder eben auch für den Misserfolg. Und obwohl das wahrscheinlich alle Kommunikationsschaffenden sowohl auf Kunden- wie auf Agenturseite 1 : 1 unterschreiben würden, läuft bei Ausschreibung und Briefing doch immer wieder vieles falsch. Deshalb hier die nach unserer Einschätzung 4 wichtigsten Erfolgsfaktoren, die berücksichtigt werden sollten, und die 4 gravierendsten Fehler, die es zu vermeiden gilt.

Zunächst die 4 Erfolgsfaktoren:

Erfolgsfaktor 1: Ziele, Zielgruppen, Rahmenbedingungen und bereits getroffene Tool- oder Botschaftsvorentscheidungen klar definieren

Diese Informationen sind absolut elementar. Was möchten Sie unter welchen Bedingungen erreichen und wer soll Ihre Botschaft empfangen? Diese Informationen bilden den Ausgangspunkt für jede Strategie, die die Agentur entwickelt.

Erfolgsfaktor 2: Markenidentität klar vermitteln

Das Briefing sollte Ihre Marke und Ihre Identität klar darstellen (sofern die Agentur diese noch nicht kennt). Die Agentur muss Ihre Marke genau verstehen, um eine Kampagne zu erstellen, die Ihren Werten entspricht und bei Ihrer Zielgruppe Anklang findet.

Erfolgsfaktor 3: Budget und Zeitrahmen setzen

Ein klar definierter Budgetrahmen und ein realistischer Zeitplan sind essenziell. Sie helfen der Agentur, die Maßnahmen effizient zu planen und zu implementieren.

Erfolgsfaktor 4: Ansprechpartner*innen benennen, Kommunikation klären

Benennen Sie konkrete Ansprechpartner*inen, der der Agentur bei Fragen zur Verfügung steht. Diese Person*en sollten das Projekt, die Marke und die Ziele gut kennen.

Jetzt zu den – aus unserer Sicht – 4 gravierendsten Fehlern:

Fehler 1: Zu allgemeine Angaben

Vermeiden Sie allgemeine Aussagen und seien Sie so spezifisch wie möglich. Details sind das A und O, damit die Agentur Ihre Erwartungen erfüllen kann.

Fehler 2: Fehlende oder unklare Ziele

Unklare oder fehlende Zielvorgaben können zu Missverständnissen führen. Definieren Sie präzise, was Sie erreichen möchten.

Fehler 3: Unrealistische Erwartungen

Setzen Sie realistische Erwartungen in Bezug auf Budget, Zeitrahmen und Ergebnisse. Überhöhte Erwartungen führen zu Frustration auf beiden Seiten.

Fehler 4: Keine Feedback-Struktur

Ein fehlender Feedback-Prozess erschwert die Zusammenarbeit. Definieren Sie, wie und wann Feedback gegeben wird.

Eine detaillierte Ausschreibung beziehungsweise ein exaktes Agenturbriefing sind elementar, um das Potenzial der Zusammenarbeit bestmöglichauszuschöpfen. Nutzen Sie dieses Potenzial!

Und noch ein Tipp: Gute Agenturen – zufällig kennen wir da eine ????…- erstellen auf Wunsch auch ein schriftliches „Re-Briefing“. Das fasst in wenigen Stichpunkten zusammen, wie die Agentur das Briefing (bzw. die Ausschreibung) verstanden hat – vor allem dann, wenn auch noch „auf der Tonspur“ Informationen übermittelt werden, kann das überaus zielführend für beide Seiten sein!

Ähnliche Beiträge

  • Facebook und InstagramAds optimal einsetzen

    Welche Ad Formate performen für wen und was am besten? Die Auswahl des richtigen Anzeigenformats auf Facebook und Instagram ist entscheidend für den Erfolg digitaler Werbekampagnen. Doch welches Format eignet sich für welche Branche, Unternehmensart und Zielsetzung? Nachfolgend beleuchten wir in einem groben Überblick die jeweils „besten“ Ad-Formate und ihre Einsatzmöglichkeiten. Die wichtigsten Ad-Formate auf…

  • Automatisierte Marketingprozesse

    Mit HR-Marketingautomatisierungstechniken dem Fachkräftemangel begegnen – auch ohne große Vorerfahrungen! Im Kampf gegen den sich aktuell immer mehr verschärfenden Fachkräftemangel kann die Automatisierung von HR-Marketingaktivitäten eine entscheidende Rolle spielen. Denn diese Automatisierung ermöglicht es, effiziente und zielgerichtete Strategien mit überschaubarer Men-/Women-Power „auf die Straße zu bringen“. Und zwar auch und gerade von Unternehmen und Institutionen,…

  • Das richtige Bildmaterial ist entscheidend

    Stockbilder vs. Eigenshootings: Was bringt Ihre Marke wirklich voran? In einer Welt, in der Content „King“ ist, hat Bildmaterial oft entscheidenden Einfluss auf die Markenwahrnehmung. Schon ein einziges (!) überzeugendes Foto kann manchmal den Unterschied zwischen einem durchschnittlichen und einem herausragenden Marketingauftritt machen. Aber woher kommt dieses Bildmaterial? Sind das Stockbilder oder eigenes, authentisches Material,…

  • Suchmaschinenmarketing optimieren

    Suchmaschinenmarketing gewinnt weiter an Bedeutung! SEO und SEA werden immer relevanter für performanceorientierte Unternehmen Laut dem Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft e.V. (ZAW) in einer Info von Statista, war Internet-Search mit etwa 5,98 Milliarden Euro der Werbeträger mit den höchsten Werbeeinnahmen im Jahr 2023 und hat damit noch einmal an Bedeutung zugelegt. Und diese Entwicklung wird…

  • Google AI Overviews: Das sollten Sie wissen

    Der Anfang vom Ende klassischer SEO-Arbeit? Wer in den letzten Wochen eine Google-Suchanfrage gestellt hat, wird sie wohl schon gesehen haben – ohne vielleicht zu wissen, dass sie so bezeichnet werden: „Google AI Overviews“. Es handelt sich dabei um automatisch generierte Antworten, die bei immer mehr Google-Suchergebnisdarstellungen ganz oben erscheinen. Oft wirken sie wie ein…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert